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Jodblockade


Die Jodblockade beschreibt eine medizinische Schutzmaßnahme, die verhindern soll, dass sich nach der Freisetzung atomarer Strahlung kein radioaktives Jod in der Schilddrüse einlagert. Die Schilddrüse wird bei der Jodblockade mit stabilem Jod gesättigt, sodass kein radioaktives Jod mehr aufgenommen werden kann. Die Jodtabletten minimieren somit das Risiko durch eine Anreicherung radioaktiver Stoffe an Schilddrüsenkrebs zu erkranken. Die Zielgruppe der Jodblockade umfasst alle Personen bis zum Abschluss des 45. Lebensjahres, die sich in Niedersachsen aufhalten. Da mit steigendem Alter das Risiko für Stoffwechselstörungen der Schilddrüse zunimmt, aber das Risiko für Schilddrüsenkrebs sinkt, wird ab Eintritt des 46. Lebensjahres von der Einnahme von Jodtabletten abgeraten.

Die Zuständigkeit für die Bevorratung, Verteilung und Abgabe von Jodtabletten obliegt den unteren Katastrophenschutzbehörden, d.h. den Landkreisen, kreisfreien Städten sowie den Städten Cuxhaven und Hildesheim.

Hinweis: Bei der Ausgabe von Jodtabletten handelt es sich um eine vorsorgliche Maßnahme und die Einnahme wird gesondert angeordnet. Von einer selbstständigen Einnahme von Jodtabletten wird abgeraten. Eine Selbstmedikation birgt gesundheitliche Risiken.

Mehr Informationen finden Sie unter jodblockade.de.

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